Chronik

Geschichte der Kapelle

In Arriach, dem geographischen Mittelpunkt Kärntens, malerisch in den Nockbergen gelegen, wurden die ersten musikalischen Aktivitäten in den dreißiger Jahren mit der Gründung einer Tanzkapelle gesetzt. Die Wirren des Zweiten Weltkrieges beschieden der Kapelle jedoch ein frühes Ende.

Das musikalische Interesse wurde in der Gemeinde immer größer und so gelang es den damaligen Initiatoren (Bgm. Hans Kohlweiß, Dir. Josef Mitterdorfer, Hubert Ofner und Gottfried Maier) 1959 mit Kapellmeister Karl Gaiswinkler 32 Interessenten für eine musikalische Ausbildung zu gewinnen. Bald danach kam es zur Gründungsversammlung, in welcher Gottfried Maier zum Obmann gewählt wurde. 1965 übernahm die musikalische Leitung Kapellmeister Vrba aus Villach, die er jedoch zwei Jahre später aus gesundheitlichen Gründen an Kapellmeister Sepp Stampfer aus der Außerteuchen übergab. 1968 wurde die Kapelle mit der schmucken Gegendtaler Tracht ausgestattet und im selben Jahr übernahm Kurt GASER die Funktion des Obmannes, welche er durch 18 Jahre hindurch ausübte. Ein neuerlicher Kapellmeisterwechsel stand der Kapelle 1973 mit Josef STAUDACHER ins Haus. 1974 wurden neue Instrumente angeschafft. Nach je zweijähriger Tätigkeit von Kapellmeister Willibald SCHEIBER und wiederum Josef STAUDACHER (1979 bis 1983) übernahm Ing. Helmut MAYERL das musikalische Zepter, welches er nach 23 erfolgreichen Jahren 2006 an seinen Schüler und jetzigen Kapellmeister Klaus TISCH übergab. Die administrative Leitung wird seit 1983 von Bgm. Karl Gerfried MÜLLER als Obmann und von 1991 bis 2008 durch Ernst ZUDER und seit 2009 von Hubert WARMUTH als geschäftsführende Obmänner ausgeübt.

Unterwegs in der Welt

Der Klangkörper war in seiner bewegten Geschichte an die zehn Mal zu Gast in unserer Partnergemeinde Wain in Deutschland, weiters bei musikalischen Veranstaltungen in Murau, St. Veit in der Gegend und Ardning in der Steiermark, viermal als Kärntenvertreter beim Österreichischen Blasmusikfest in Wien, ferner zweimal in Kematen an der Ybbs (Niederösterreich), in Meran (Südtirol), in Cormons (Norditalien) und in Kemnath bei Bayreuth (Deutschland). Seit 10 Jahren pflegt die Trachtenkapelle Arriach regen Kontakt mit der friulanischen Musik „Banda di Coja“ in Tarcento Nähe Udine.

Zwischendurch wurden Vereinsausflüge ua. nach Barcelona und Valencia sowie nach Prag und Budapest organisiert.

Auch auf Tonträger ist die Trachtenkapelle Arriach präsent. Sowohl einzelne Kleingruppen, wie auch der gesamte Klangkörper haben in Gemeinschaft mit anderen Kulturträgern schon mehrere Musikstücke aufgenommen.

Heimstätte

1995 ging ein langjähriger Wunsch in Erfüllung. Mit großzügiger Unterstützung der Gemeinde und durch viel Eigenleistung der Vereinsmitglieder konnte das neu errichtete Probelokal im Feuerwehrhaus bezogen werden.

Schwerpunkte

Neben dem großen Orchester kommen für die verschiedensten Auftritte auch kleinere Ensembles wie die Bauernpartie, das Blechbläserquartett, das Klarinettentrio, die Mittelpunktmusi wie auch verschiedene Trios und Duette zum Einsatz.

Zur Kameradschaftspflege wird neben einem Ausflug meist ein Wandertag und Eisschießen, ein Schi- u. Rodeltag sowie ein Kleinfeldfußballturnier organisiert.

Neben den Konzerten und Ausrückungen im laufenden Jahr findet als Krönung und Jahresabschluss das jährliche Weihnachtskonzert im Kultursaal statt.

Die Trachtenkapelle Arriach erachtete es auch immer als ihre Pflicht bei den Bezirks- und Landesmusikfesten mitzuwirken und nimmt seit 1976 auch regelmäßig an Wertungsspielen teil, wobei der größte Erfolg 1998 mit einer Auszeichnung in der Oberstufe errungen werden konnte.

Ein Schwerpunkt der Tätigkeit ist die Jungmusikerausbildung, die sowohl in Eigenregie wie auch in bester Zusammenarbeit mit der Musikschule Gegendtal erfolgt.

Unsere Jugend wird ständig bei den angebotenen Sommerkursen weitergebildet.

Der Erwerb von Leistungsabzeichen einzelner Musikerinnen und Musiker gehört ebenfalls schon zum üblichen Jahresprogramm. Die theoretische Vorbereitung wird vom Kapellmeister gewissenhaft durchgeführt.

Weiters ist die Teilnahme beim Spiel in kleinen Gruppen und alle 2 Jahre beim Österreichischen Jugendmusikbewerb „Prima la musica“ hervorzuheben. Es wurden bereits ausgezeichnete Erfolge erzielt.

Die jährliche Vorspielstunde unser jüngsten MusikschülerInnen ist ein besonders wichtiger Baustein im Aufbau unseres Klangkörpers.

Durch die ehrenamtliche Tätigkeit aller Vereinsmitglieder konnte in den letzten Jahrzehnten eine kontinuierliche Niveausteigerung erarbeitet werden, die es gilt im Sinne unseres gemeinnützigen Vereinszieles zu erhalten und allenfalls noch zu steigern.